Spass und Lebensfreude durch Elektrifizierung Comments http://stromsau.blogsport.de Mit Dampfmaschine, Flugzeug und Glühbirne in eine bessere Zukunft Thu, 23 Nov 2017 03:37:08 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Stromsau http://stromsau.blogsport.de/2010/08/13/wenn-die-arbeitervorhut-weisse-kittel-anzieht/#comment-2523 Thu, 28 Jun 2012 05:37:59 +0000 http://stromsau.blogsport.de/2010/08/13/wenn-die-arbeitervorhut-weisse-kittel-anzieht/#comment-2523 <blockquote>Klar muss man die Alternativmedizin gründlich kritisieren. Z.T. ist aber die Frage, ob man überhaupt etwas anderes hat.</blockquote> 1) Wenn eine "alternative" Methode nachweislich Quatsch ist, dann muss man nicht "etwas anderes haben" um sie aus dem Repertoire zu streichen. 2) Wenn eine "alternative" Methode in Untersuchungen eine Wirkung zeigt und man diese Wirkungen nach und nach erklären lernt - wo ist dabei das "alternative" zur wissenschaftlichen Medizin?

Klar muss man die Alternativmedizin gründlich kritisieren. Z.T. ist aber die Frage, ob man überhaupt etwas anderes hat.

1) Wenn eine „alternative“ Methode nachweislich Quatsch ist, dann muss man nicht „etwas anderes haben“ um sie aus dem Repertoire zu streichen.

2) Wenn eine „alternative“ Methode in Untersuchungen eine Wirkung zeigt und man diese Wirkungen nach und nach erklären lernt – wo ist dabei das „alternative“ zur wissenschaftlichen Medizin?

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by: jW-Leser http://stromsau.blogsport.de/2007/11/22/ddr-boese-weil-unterlegen-aber-die-schueler-begreifens-nicht/#comment-2522 Thu, 28 Jun 2012 05:31:09 +0000 http://stromsau.blogsport.de/2007/11/22/ddr-boese-weil-unterlegen-aber-die-schueler-begreifens-nicht/#comment-2522 http://www.jungewelt.de/2012/06-28/059.php Die Nachfolgestudie zeichnet dasselbe Bild, die Forschungsverbund-Ideologen sind erneut "entsetzt". Propaganda zieht nicht Von Jana Frielinghaus Wer kennt den Mann auf dem Plakat? Diese Frage wurde den Schülern nicht gestellt Später Sieg der Diktaturen? Zeitgeschichtliche Kenntnisse und Urteile von Jugendlichen« heißt die Studie, die am Mittwoch in der Berliner Freien Universität (FU) der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Deren Ergebnis: Recht wenige Neunt- und Zehntklässler können historische Ereignisse und Entwicklungen dem richtigen politischen System bzw. Urheber zuordnen. Gleichzeitig entspricht ihre Meinung über DDR, Nazizeit, Alt-BRD und »wiedervereinigtem Deutschland« oft nicht dem, was Politik und Mainstreammedien seit Jahr und Tag in die Köpfe zu pflanzen bemüht sind. Klaus Schroeder, Leiter der Untersuchung und des »Forschungsverbundes SED-Staat« an der FU, beklagte, viele der 7500 Befragten hielten weder die DDR noch das Hitlerregime für eine Diktatur, die heutige und die alte Bundesrepublik wiederum nicht für eine lupenreine Demokratie. Ursache dieser Fehleinschätzungen sei das geringe »historisch-politische Wissen«. Denn, so ein weiteres Fazit, mit zunehmenden Kenntnissen seien auch die Urteile über den Charakter der verschiedenen Systeme zutreffender. Hier sei der Zusammenhang weit enger als etwa der zwischen Herkunft der Eltern und Beurteilung z.B. der DDR. Zu Nazizeit, DDR und BRD vor und nach dem Anschluß der DDR wurden jeweils sechs Wissens- und diverse Fragen etwa zur Beurteilung der historischen Ereignisse gestellt. Teilgenommen haben Schüler aus Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Unter den Wissensfragen sind indes einige sehr trickreich formuliert wie etwa die, welche »sozialpolitische Maßnahme« im »wiedervereinigten Deutschland eingeführt« wurde. Die möglichen vorgegebenen Antworten: »Eine deutliche Anhebung der ostdeutschen Renten«, »Eine Rentenkürzung um 19 Prozent«, »Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit bis zu einem Alter von 69 Jahren« oder »Der Ersatz aller Sozialleistungen durch Hartz IV«. In drei Sätzen befindet sich also ein Detailfehler, so daß nur der erste angekreuzt werden kann. Aktion "Ich lese die junge Welt, weil mich die Themenschwerpunkte Internationales, EU-Diktatur und Sozialabbau aus dem Blickwinkel der deutschen linken Bewegungen interessieren und ihre Erfahrungen mit den Aktionen dagegen." Cyrille, Luxembourg (Lëtzebuerg) Bemerkenswert: Die ostdeutschen Teilnehmer schnitten sowohl im Wissensteil als auch hinsichtlich der Trefferquote bei im Sinne der Autoren richtigen Urteilen am besten ab. Im Jahr 2008, als Schroeders Verbund bereits eine ähnliche Untersuchung veröffentlicht hatte, führten noch die westdeutschen Schüler. Damals beteiligten sich jedoch auch die Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen an der Befragung, an der neuerlichen nicht. Mit Blick auf Sachsen meinte der Politologe, hier sei auf keinen Fall eine Abwehr von Kritik am in den Schulen vermittelten DDR-Bild Motiv für die Nichtteilnahme. Vielmehr meint selbst Schroeder, der regelmäßig als Verfechter der Unrechtsstaat-DDR-Doktrin hervortritt, der Freistaat übertreibe in Sachen Gleichsetzung von »DDR- und NS-Diktatur«. Die Verfasser monieren, daß nur ein Drittel der Befragten die DDR »zweifelsfrei als Diktatur« einordnen – und andererseits nur 60 Prozent das aktuelle politische System als demokratisch. Daß letztere Einschätzung möglicherweise auch aus praktischer alltäglicher Ohnmachtserfahrung resultiert, wird von ihnen nicht thematisiert. Nach Ansicht der Autoren ist eine »wertorientierte Kenntnisvermittlung im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung im Schulunterricht dringend geboten«, um Jugendliche gegen »diktatorische Versuchungen« zu »immunisieren« und »historischen Analphabetismus« zu verhindern. http://www.jungewelt.de/2012/06-28/059.php

Die Nachfolgestudie zeichnet dasselbe Bild, die Forschungsverbund-Ideologen sind erneut „entsetzt“.

Propaganda zieht nicht
Von Jana Frielinghaus

Wer kennt den Mann auf dem Plakat? Diese Frage wurde den Schülern nicht gestellt

Später Sieg der Diktaturen? Zeitgeschichtliche Kenntnisse und Urteile von Jugendlichen« heißt die Studie, die am Mittwoch in der Berliner Freien Universität (FU) der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Deren Ergebnis: Recht wenige Neunt- und Zehntklässler können historische Ereignisse und Entwicklungen dem richtigen politischen System bzw. Urheber zuordnen. Gleichzeitig entspricht ihre Meinung über DDR, Nazizeit, Alt-BRD und »wiedervereinigtem Deutschland« oft nicht dem, was Politik und Mainstreammedien seit Jahr und Tag in die Köpfe zu pflanzen bemüht sind.

Klaus Schroeder, Leiter der Untersuchung und des »Forschungsverbundes SED-Staat« an der FU, beklagte, viele der 7500 Befragten hielten weder die DDR noch das Hitlerregime für eine Diktatur, die heutige und die alte Bundesrepublik wiederum nicht für eine lupenreine Demokratie. Ursache dieser Fehleinschätzungen sei das geringe »historisch-politische Wissen«. Denn, so ein weiteres Fazit, mit zunehmenden Kenntnissen seien auch die Urteile über den Charakter der verschiedenen Systeme zutreffender. Hier sei der Zusammenhang weit enger als etwa der zwischen Herkunft der Eltern und Beurteilung z.B. der DDR.

Zu Nazizeit, DDR und BRD vor und nach dem Anschluß der DDR wurden jeweils sechs Wissens- und diverse Fragen etwa zur Beurteilung der historischen Ereignisse gestellt. Teilgenommen haben Schüler aus Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Unter den Wissensfragen sind indes einige sehr trickreich formuliert wie etwa die, welche »sozialpolitische Maßnahme« im »wiedervereinigten Deutschland eingeführt« wurde. Die möglichen vorgegebenen Antworten: »Eine deutliche Anhebung der ostdeutschen Renten«, »Eine Rentenkürzung um 19 Prozent«, »Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit bis zu einem Alter von 69 Jahren« oder »Der Ersatz aller Sozialleistungen durch Hartz IV«. In drei Sätzen befindet sich also ein Detailfehler, so daß nur der erste angekreuzt werden kann.
Aktion „Ich lese die junge Welt, weil mich die Themenschwerpunkte Internationales, EU-Diktatur und Sozialabbau aus dem Blickwinkel der deutschen linken Bewegungen interessieren und ihre Erfahrungen mit den Aktionen dagegen.“
Cyrille, Luxembourg (Lëtzebuerg)

Bemerkenswert: Die ostdeutschen Teilnehmer schnitten sowohl im Wissensteil als auch hinsichtlich der Trefferquote bei im Sinne der Autoren richtigen Urteilen am besten ab. Im Jahr 2008, als Schroeders Verbund bereits eine ähnliche Untersuchung veröffentlicht hatte, führten noch die westdeutschen Schüler. Damals beteiligten sich jedoch auch die Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen an der Befragung, an der neuerlichen nicht. Mit Blick auf Sachsen meinte der Politologe, hier sei auf keinen Fall eine Abwehr von Kritik am in den Schulen vermittelten DDR-Bild Motiv für die Nichtteilnahme. Vielmehr meint selbst Schroeder, der regelmäßig als Verfechter der Unrechtsstaat-DDR-Doktrin hervortritt, der Freistaat übertreibe in Sachen Gleichsetzung von »DDR- und NS-Diktatur«.

Die Verfasser monieren, daß nur ein Drittel der Befragten die DDR »zweifelsfrei als Diktatur« einordnen – und andererseits nur 60 Prozent das aktuelle politische System als demokratisch. Daß letztere Einschätzung möglicherweise auch aus praktischer alltäglicher Ohnmachtserfahrung resultiert, wird von ihnen nicht thematisiert.

Nach Ansicht der Autoren ist eine »wertorientierte Kenntnisvermittlung im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung im Schulunterricht dringend geboten«, um Jugendliche gegen »diktatorische Versuchungen« zu »immunisieren« und »historischen Analphabetismus« zu verhindern.

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by: alkohol http://stromsau.blogsport.de/2010/08/13/wenn-die-arbeitervorhut-weisse-kittel-anzieht/#comment-2288 Sat, 14 Apr 2012 01:38:35 +0000 http://stromsau.blogsport.de/2010/08/13/wenn-die-arbeitervorhut-weisse-kittel-anzieht/#comment-2288 "Systematische, wissenschaftlich belegte und nachweislich wirksame Methoden mit rationell untersuchten Seiteneffekten und Nebenwirkungen." Es wird sich zwar um Wissenschaftlichkeit bemüht, aber die Medizin ist eben noch keine Wissenschaft. Wenn in klinischen Doppelblindstudien zunächst mal nach signifikanten Häufungen geschaut wird, ist das sicher nicht verkehrt. Aber solange man die Ursache einer Wirkung nicht gefunden hat, ist das nunmal keine sichere Erkenntnis. Physik und Chemie, auch Mathematik - das sind Wissenschaften. Und wenn man das Fass der psychischen Erkrankungen aufmachte, würde es nochmal komplizierter. "kompliziert wird das ganze dadurch, dass Placebo-Effekte ja wirklich nachweisbar existieren. Und da kann ein charismatischer Heilpraktiker psychosomatische Rückenschmerzen für viele Leute vielleicht wirklich besser weg kriegen als die Schulmedizin." Man bewegt sich eben in Vielem noch auf dem Niveau der Alchemie. Und so viel Quatsch es da gab und eben in der Alternativmedizin auch immer gibt, so sind sie doch eine empirische Beschäftigung mit Phänomenen. Die Alchemie war die historische Voraussetzung der Chemie ("historisch" meint: hätte man auch anders, ohne den spinnerten Klumpatsch herausfinden können). Also ganz kann man die Alternativmedizin einstweilen nicht vom Tisch wischen. Ich glaube zwar nicht an die Homöopathie, aber ihre spekulative Annahme, man könne einen Körper mit Gleichem oder Ähnlichem wie dem Krankmachenden konfrontieren, um so etwas wie eigene Selbstheilungskräfte zu aktivieren, findet bei der Impfung eine gewisse Bestätigung. Klar muss man die Alternativmedizin gründlich kritisieren. Z.T. ist aber die Frage, ob man überhaupt etwas anderes hat. Um nun nicht auf dem Niveau der Alchemie stehenzubleiben, sollte die Forschung halt an Sachen ansetzen wie: Was passiert bei Meditation, Handauflegen u.ä.? Wie ich vor Kurzem hörte, wird der Placebo-Effekt nicht mehr nur als etwas methodisch Auszuschaltendes gesehen, sondern endlich selbst erforscht. „Systematische, wissenschaftlich belegte und nachweislich wirksame Methoden mit rationell untersuchten Seiteneffekten und Nebenwirkungen.“

Es wird sich zwar um Wissenschaftlichkeit bemüht, aber die Medizin ist eben noch keine Wissenschaft. Wenn in klinischen Doppelblindstudien zunächst mal nach signifikanten Häufungen geschaut wird, ist das sicher nicht verkehrt. Aber solange man die Ursache einer Wirkung nicht gefunden hat, ist das nunmal keine sichere Erkenntnis. Physik und Chemie, auch Mathematik – das sind Wissenschaften.

Und wenn man das Fass der psychischen Erkrankungen aufmachte, würde es nochmal komplizierter.

„kompliziert wird das ganze dadurch, dass Placebo-Effekte ja wirklich nachweisbar existieren. Und da kann ein charismatischer Heilpraktiker psychosomatische Rückenschmerzen für viele Leute vielleicht wirklich besser weg kriegen als die Schulmedizin.“

Man bewegt sich eben in Vielem noch auf dem Niveau der Alchemie. Und so viel Quatsch es da gab und eben in der Alternativmedizin auch immer gibt, so sind sie doch eine empirische Beschäftigung mit Phänomenen. Die Alchemie war die historische Voraussetzung der Chemie („historisch“ meint: hätte man auch anders, ohne den spinnerten Klumpatsch herausfinden können). Also ganz kann man die Alternativmedizin einstweilen nicht vom Tisch wischen.
Ich glaube zwar nicht an die Homöopathie, aber ihre spekulative Annahme, man könne einen Körper mit Gleichem oder Ähnlichem wie dem Krankmachenden konfrontieren, um so etwas wie eigene Selbstheilungskräfte zu aktivieren, findet bei der Impfung eine gewisse Bestätigung.

Klar muss man die Alternativmedizin gründlich kritisieren. Z.T. ist aber die Frage, ob man überhaupt etwas anderes hat.
Um nun nicht auf dem Niveau der Alchemie stehenzubleiben, sollte die Forschung halt an Sachen ansetzen wie: Was passiert bei Meditation, Handauflegen u.ä.? Wie ich vor Kurzem hörte, wird der Placebo-Effekt nicht mehr nur als etwas methodisch Auszuschaltendes gesehen, sondern endlich selbst erforscht.

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by: Ofenschlot http://stromsau.blogsport.de/2010/08/03/ofenschlot-zur-neuen-marx-lektuere/#comment-275 Thu, 26 Aug 2010 20:00:20 +0000 http://stromsau.blogsport.de/2010/08/03/ofenschlot-zur-neuen-marx-lektuere/#comment-275 Wenn Du auf sinistra.net gehst (library of the communist left) und Dich da mal ein wenig durchklickst, findest Du ein paar Spuren, die auch nach Deutschland führen. U.a. das Magazin "Kommunistisches Programm" (1974-1981) http://sinistra.net/lib/upt/kompro/kompro.html Dem Vernehmen nach war die Gruppe in Berlin recht stark, implodierte aber, wie so viele, Anfang der 80er Jahre. Der Großteil in "Kommunistisches Programm" ist sowieso übersetzt. (Achtung - Die Übersetzung auf sinistra.net sind ziemlich holprig...) Der von Dir verlinkte GIS-Beitrag ist ganz okay. Es gibt zwei relevante "bordigistische" Abspaltungen (die dann nicht mehr "bordigistisch" waren): Zum einen die Gruppe, die man heute als IKS (Internationale Kommunistische Strömung) kennt und deren historische Wurzel die französische Bilan-Gruppe ist - das war eine Zeitschrift, die zwischen 1934 und 1938 erschien. Und eben der internationale Zusammenschluss, dem auch die GIS-Genossen angehören: das sind die sogenannten Damenisten, also die linkskommunistische Fraktion um Onorato Damen. Sowohl IKS als auch GIS frönen halt nicht diesem notorisch-verknöcherten Parteifimmel der Altbordigisten. Bordiga hatte unmittelbar nach Ende den zweiten Weltkriegs eine Weltwirtschaftskrise (mit revolutionären Perspektiven für das Proletariat) für 1975 vorhergesagt - die trat ja dann auch tatsächlich ein. Was nicht eintrat: die Revolution. Mit ihrem Aubleiben hatten unsere Genossen nicht gerechnet. Der Meister war auch schon tot, und so brach schließlich eine große Konfusion aus - und die Partei zusammen. Such is life. Wenn Du auf sinistra.net gehst (library of the communist left) und Dich da mal ein wenig durchklickst, findest Du ein paar Spuren, die auch nach Deutschland führen. U.a. das Magazin „Kommunistisches Programm“ (1974-1981) http://sinistra.net/lib/upt/kompro/kompro.html Dem Vernehmen nach war die Gruppe in Berlin recht stark, implodierte aber, wie so viele, Anfang der 80er Jahre. Der Großteil in „Kommunistisches Programm“ ist sowieso übersetzt.
(Achtung – Die Übersetzung auf sinistra.net sind ziemlich holprig…)
Der von Dir verlinkte GIS-Beitrag ist ganz okay. Es gibt zwei relevante „bordigistische“ Abspaltungen (die dann nicht mehr „bordigistisch“ waren): Zum einen die Gruppe, die man heute als IKS (Internationale Kommunistische Strömung) kennt und deren historische Wurzel die französische Bilan-Gruppe ist – das war eine Zeitschrift, die zwischen 1934 und 1938 erschien. Und eben der internationale Zusammenschluss, dem auch die GIS-Genossen angehören: das sind die sogenannten Damenisten, also die linkskommunistische Fraktion um Onorato Damen. Sowohl IKS als auch GIS frönen halt nicht diesem notorisch-verknöcherten Parteifimmel der Altbordigisten.
Bordiga hatte unmittelbar nach Ende den zweiten Weltkriegs eine Weltwirtschaftskrise (mit revolutionären Perspektiven für das Proletariat) für 1975 vorhergesagt – die trat ja dann auch tatsächlich ein. Was nicht eintrat: die Revolution. Mit ihrem Aubleiben hatten unsere Genossen nicht gerechnet. Der Meister war auch schon tot, und so brach schließlich eine große Konfusion aus – und die Partei zusammen. Such is life.

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by: cap http://stromsau.blogsport.de/2010/08/03/die-erste-hackerin/#comment-246 Wed, 25 Aug 2010 16:12:11 +0000 http://stromsau.blogsport.de/2010/08/03/die-erste-hackerin/#comment-246 der ist echt gut.... :) der ist echt gut…. :)

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by: Stromsau http://stromsau.blogsport.de/2010/08/03/ofenschlot-zur-neuen-marx-lektuere/#comment-244 Tue, 24 Aug 2010 18:54:27 +0000 http://stromsau.blogsport.de/2010/08/03/ofenschlot-zur-neuen-marx-lektuere/#comment-244 Nicht nur inexistent sondern mir auch nicht näher bekannt, soweit nicht bei dir ab und an in Beiträgen und Kommentaren erwählt. (So weit ist es mit der "Auskennerei" bei mir dann auch wieder nicht her). Ich lese gerade an <a href="http://gis.blogsport.de/2008/05/28/bordiga-bordigismus-und-die-italienische-kommunistische-linke/">anderer Stelle</a> einen Übersichtstext zu dem Thema. Nicht nur inexistent sondern mir auch nicht näher bekannt, soweit nicht bei dir ab und an in Beiträgen und Kommentaren erwählt. (So weit ist es mit der „Auskennerei“ bei mir dann auch wieder nicht her). Ich lese gerade an anderer Stelle einen Übersichtstext zu dem Thema.

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by: Ofenschlot http://stromsau.blogsport.de/2010/08/03/ofenschlot-zur-neuen-marx-lektuere/#comment-192 Fri, 20 Aug 2010 17:05:05 +0000 http://stromsau.blogsport.de/2010/08/03/ofenschlot-zur-neuen-marx-lektuere/#comment-192 Mensch, Du kennst Dich aus! Dieses Auskennen ist mir zum Glück (?) erspart geblieben. Aber was Du da knapp schilderst, ist ein schönes Beispiel, was für ein grandioser Humbug das ist: dass aus dem ML eben nicht ein für allemal folgt, wie die Partei auszusehen hat und was ein Parteiaufbau ist (das ist ja der strategische Anspruch des ML!), sondern das exakte Gegenteil -- Chaos, Belibigkeit, Eklektizismus, Taktizismus, persönliche Eitelkeiten etc.pp. Herrlich! Das gleiche, selbstgewählte Schicksal erlitten und erleiden immer noch natürlich die ungezählten Trotzki-Sekten und auch die (in Deutschland de facto inexistenten) Bordigisten. Mensch, Du kennst Dich aus! Dieses Auskennen ist mir zum Glück (?) erspart geblieben. Aber was Du da knapp schilderst, ist ein schönes Beispiel, was für ein grandioser Humbug das ist: dass aus dem ML eben nicht ein für allemal folgt, wie die Partei auszusehen hat und was ein Parteiaufbau ist (das ist ja der strategische Anspruch des ML!), sondern das exakte Gegenteil — Chaos, Belibigkeit, Eklektizismus, Taktizismus, persönliche Eitelkeiten etc.pp. Herrlich! Das gleiche, selbstgewählte Schicksal erlitten und erleiden immer noch natürlich die ungezählten Trotzki-Sekten und auch die (in Deutschland de facto inexistenten) Bordigisten.

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by: Stromsau http://stromsau.blogsport.de/2010/08/03/ofenschlot-zur-neuen-marx-lektuere/#comment-153 Tue, 17 Aug 2010 18:01:01 +0000 http://stromsau.blogsport.de/2010/08/03/ofenschlot-zur-neuen-marx-lektuere/#comment-153 "Ich denke nicht, dass Kopf ein DKP-Heini ist". Hallo ofenschlot, vielen Dank für deine Ergänzung. Mit dem Begriff "DKP-Heini" tue ich mich etwas schwer. Deine Ausführungen zur heutigen KPD teile ich aus eigenem Erleben dieser Partei, wenn auch als Außenstehender. Allerdings ist es in den Regionen, in denen ich Kopf als China-Agitator erlebt habe, mit der Trennschärfe der Mitgliedschaft jener KPD und der von mir genannten DKP nicht so weit her. Da gab es im Gegenteil seit den 90ern ein munteres hin- und herwechseln zwischen der KPF der damaligen PDS, der DKP, der genannten KPD, deren Spaltprodukten u.a. nach Werner Schleeses Rücktritt und eben allen möglichen Formen der Parteilosigkeit, die sich um Zeitschriften wie offen-siv oder Rotfuchs gruppieren, ohne sich notwendig an deren genauen Konfliktlinien zu orientieren. Kurz: Ein heilloses Durcheinander, das auch für die Identifikation von Argumentationslinien oder "Aktionseinheiten" keine große Rolle spielte. Wenn ich hier Kopf in den falschen Topf geworfen habe, ist deine Richtigstellung umso angebrachter. „Ich denke nicht, dass Kopf ein DKP-Heini ist“.

Hallo ofenschlot, vielen Dank für deine Ergänzung. Mit dem Begriff „DKP-Heini“ tue ich mich etwas schwer. Deine Ausführungen zur heutigen KPD teile ich aus eigenem Erleben dieser Partei, wenn auch als Außenstehender. Allerdings ist es in den Regionen, in denen ich Kopf als China-Agitator erlebt habe, mit der Trennschärfe der Mitgliedschaft jener KPD und der von mir genannten DKP nicht so weit her. Da gab es im Gegenteil seit den 90ern ein munteres hin- und herwechseln zwischen der KPF der damaligen PDS, der DKP, der genannten KPD, deren Spaltprodukten u.a. nach Werner Schleeses Rücktritt und eben allen möglichen Formen der Parteilosigkeit, die sich um Zeitschriften wie offen-siv oder Rotfuchs gruppieren, ohne sich notwendig an deren genauen Konfliktlinien zu orientieren. Kurz: Ein heilloses Durcheinander, das auch für die Identifikation von Argumentationslinien oder „Aktionseinheiten“ keine große Rolle spielte. Wenn ich hier Kopf in den falschen Topf geworfen habe, ist deine Richtigstellung umso angebrachter.

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by: Ofenschlot http://stromsau.blogsport.de/2010/08/03/ofenschlot-zur-neuen-marx-lektuere/#comment-131 Mon, 16 Aug 2010 20:13:45 +0000 http://stromsau.blogsport.de/2010/08/03/ofenschlot-zur-neuen-marx-lektuere/#comment-131 Zu Eike Kopf muss man doch was präziseres sagen: Er führt zwar den Titel Professor, aber er unterrichtet eigentlich schon lange nicht mehr, zum einen wäre er wohl schon emeritiert, zum anderen war er Professor in der DDR (an der PH Erfurt/Mühlhausen) und wurde als solcher natürlich 90/91 abgewickelt. Kopf leitete dort eine MEGA-Gruppe (mit angeblich über 100 Forschern und Hilfskräften, Wahnsinn!), also ein Team, das an der Marx-Engels-Gesamtausgabe mitarbeitete, und war als solcher hauptverantwortlich für einige Bände in der KAPITAL-Abteilung der MEGA. Als nunmehr freier Mitarbeiter der MEGA hat er die krtische Ausgabe des "3. Bandes" (mit-)betreut. Man muss das alles erwähnen, weil es, da hast Du völlig Recht, ein verblüffendes Beispiel ist, dass die allerbeste Textkenntnis nicht vor politischer Torheit schützt. Man darf aber auch nicht unterschätzen, wie groß der quasi-automatische Dank gegenüber denjenigen ist (in diesem Fall: der chinesischen Partei), die einen am Kacken halten, sprich: die Brötchen bezahlen. Ich denke nicht, dass Kopf ein DKP-Heini ist, er hat sich m.W. einer KPD-Neugründung noch auf dem Boden der DDR (1990 war das) angeschlossen, es müsste jene KPD sein, die heute noch, hihi, im gleichen Gebäude wie das Neue Deutschland hockt und der sich, zumindest in der Gründungszeit, einige hochrangige professorale Stalinisten anschlossen. Sie bemühte sich auch intensiv um die nordkoreanisch-deutsche Völkerfreundschaft, in deren Schriftenreihe (www.drf.k-p-d.org/navigator/schriftenreihe_archiv.htm) ist der blühende Wahnsinn versammelt ("Soldatenhumor - aus der alten sächsischen Armee" neben Kim Jong Il "Zur Wahrung des Juche- und nationalen Charakters in der Revolution und beim Aufbau" und eben Eike Kopf "Engels und Marx über Grundeigentum und Grundrente"). In den Weißenseer Blättern (noch so eine Sumpfblüte: Klerikalstalinismus!) (www.weissenseerblaetter.de) findet sich verstreut über zahlreiche Ausgaben seine grundlegende Einführung in das Werk von Marx und Engels, ganz ohne Stalin-Lobhudeleien und philologisch, natürlich, völlig korrekt (und somit durchaus lesenswert). Und als Philologen wollen wir, den Kopf, hier auch würdigen: Er hat einen Vorschlag gemacht, wie sich aus den sogenannten "Pariser Manuskritpten" Marxens allererstes Vorhaben, eine Kritik der politischen Ökonomie zu schreiben, konsistent rekonstruieren lässt. Den wirklich sinnvollen Vorschlag habe ich hier dokumentiert: http://ofenschlot.blogsport.de/2010/01/06/marx-rekonstruieren-aber-richtig/ Zu Eike Kopf muss man doch was präziseres sagen: Er führt zwar den Titel Professor, aber er unterrichtet eigentlich schon lange nicht mehr, zum einen wäre er wohl schon emeritiert, zum anderen war er Professor in der DDR (an der PH Erfurt/Mühlhausen) und wurde als solcher natürlich 90/91 abgewickelt. Kopf leitete dort eine MEGA-Gruppe (mit angeblich über 100 Forschern und Hilfskräften, Wahnsinn!), also ein Team, das an der Marx-Engels-Gesamtausgabe mitarbeitete, und war als solcher hauptverantwortlich für einige Bände in der KAPITAL-Abteilung der MEGA. Als nunmehr freier Mitarbeiter der MEGA hat er die krtische Ausgabe des „3. Bandes“ (mit-)betreut. Man muss das alles erwähnen, weil es, da hast Du völlig Recht, ein verblüffendes Beispiel ist, dass die allerbeste Textkenntnis nicht vor politischer Torheit schützt.
Man darf aber auch nicht unterschätzen, wie groß der quasi-automatische Dank gegenüber denjenigen ist (in diesem Fall: der chinesischen Partei), die einen am Kacken halten, sprich: die Brötchen bezahlen.
Ich denke nicht, dass Kopf ein DKP-Heini ist, er hat sich m.W. einer KPD-Neugründung noch auf dem Boden der DDR (1990 war das) angeschlossen, es müsste jene KPD sein, die heute noch, hihi, im gleichen Gebäude wie das Neue Deutschland hockt und der sich, zumindest in der Gründungszeit, einige hochrangige professorale Stalinisten anschlossen. Sie bemühte sich auch intensiv um die nordkoreanisch-deutsche Völkerfreundschaft, in deren Schriftenreihe (www.drf.k-p-d.org/navigator/schriftenreihe_archiv.htm) ist der blühende Wahnsinn versammelt („Soldatenhumor – aus der alten sächsischen Armee“ neben Kim Jong Il „Zur Wahrung des Juche- und nationalen Charakters in der Revolution und beim Aufbau“ und eben Eike Kopf „Engels und Marx über Grundeigentum und Grundrente“).
In den Weißenseer Blättern (noch so eine Sumpfblüte: Klerikalstalinismus!) (www.weissenseerblaetter.de) findet sich verstreut über zahlreiche Ausgaben seine grundlegende Einführung in das Werk von Marx und Engels, ganz ohne Stalin-Lobhudeleien und philologisch, natürlich, völlig korrekt (und somit durchaus lesenswert).
Und als Philologen wollen wir, den Kopf, hier auch würdigen: Er hat einen Vorschlag gemacht, wie sich aus den sogenannten „Pariser Manuskritpten“ Marxens allererstes Vorhaben, eine Kritik der politischen Ökonomie zu schreiben, konsistent rekonstruieren lässt. Den wirklich sinnvollen Vorschlag habe ich hier dokumentiert: http://ofenschlot.blogsport.de/2010/01/06/marx-rekonstruieren-aber-richtig/

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by: Neoprene http://stromsau.blogsport.de/2010/08/13/wenn-die-arbeitervorhut-weisse-kittel-anzieht/#comment-130 Mon, 16 Aug 2010 17:26:47 +0000 http://stromsau.blogsport.de/2010/08/13/wenn-die-arbeitervorhut-weisse-kittel-anzieht/#comment-130 Ach gott! Das mit der Verständlichkeit ist eh so eine Sache, selbst hier, wo man sein Zeugs ja schwarz auf weiß abliefert. Und in dem von dir angeführten Fall der plötzlich explodierenden Streitereien um Nestor, Engels und die Bolschewiki allemal. Ach gott! Das mit der Verständlichkeit ist eh so eine Sache, selbst hier, wo man sein Zeugs ja schwarz auf weiß abliefert. Und in dem von dir angeführten Fall der plötzlich explodierenden Streitereien um Nestor, Engels und die Bolschewiki allemal.

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